Drogosze (Gr. Wolfsdorf, Dönhoffstädt)
Entfernung
von Talty: ca. 59 km
In dem Dorf Drgosze (deutsch Groß Wolfsdorf) befindet sich
Ostpreußens größte ehemalige Adelsresidenz. Das Schloss wurde
von Jean de Bodt und Jan van Collas entworfen und in den Jahren
1710/16 erbaut. Eigentümer bis 1816 war die Adelsfamilie Dönhoff.
Neuer Besitzer von Schloss und Gut war dann die Familie Stolberg-Wernigerode.Das
Schloss war prachtvoll ausgestattet, hatte ein eigenes Theater
und eine Hauskapelle. Die Bibliothek umfasste rund zehntausend
Bücher.
Im 75 ha großen Park gab es ein Gehege für Damwild.
Nach
dem Krieg wurde im Schloss eine Schule für Traktorfahrer eingerichtet.
Seit 1990 steht es leer und verfällt langsam. Es heißt jedoch,
dass es (wie viele andere Schlösser) zum Hotel umgebaut werden
soll. Leider ist ein Zugang zum Schloss und Park nicht mehr möglich. Doch seit einiger Zeit gibt es in Drogosze eine Dame mit Schlüsselgewalt, die Touristen bereitwillig durch das Schloß und den Park führt. Im Schloss kann man erahnen wie prachtvoll das Haus einmal engerichtet gewesen sein mag. (Stand August 2008)
Mausoleum im Schloss |

Schloss Dönhoffstädt |

Das Eingangsportal |
Die Rückseite des Schlosses |

Kirche in Dönhoffstädt |
Die Kirche in Drogosze (Dönhoffstädt)
Der älteste Teil der Kirche stammt vom Ende des 14. Jahrhunderts. Die Sakristei wurde im 15. Jahrhundert angebaut. Nach der Zerstörung der Kirche 1571 baute Ludwig Rautter sie 1593 wieder auf. Aus dieser Zeit stammen der Ostgiebel und der Oberbau des Turms. Unter dem Patronat der Familie Dönhoff wurde an der Nordseite 1742 die Familie-Grabkapelle angebaut und die Kirche erhielt 1855 eine neue Innenausstattung. Im Kapellengiebel befindet sich ein Flachrelief des Palaststifters Friedrich Bogislaus von Dönhoff, ein Werk Johann Heinrich Meissners aus Danzig. Seit 1841 war die Kirche ein evangelisches Gotteshaus. Nach dem Zweiten Weltkrieg von der Katholischen Kirche übernommen, wurde sie 1946 konsekriert. Im Jahr 1967 wurden die Grundmauern und das Dach renoviert.
Quelle: Aushang Drogosze |
Sztynort (Steinort)
Entfernung:
ca. 63 km
Sztynort liegt auf einer Halbinsel im Jez. Mamry (Mauersee).
Während des Tatareneinfalls im Jahr 1656 ging das am Anfang des
16. Jh. vom Grafen Lehndorff errichtete Schloss in Flammen auf. Gräfin
Marie Eleonore Lehndorff, geb. Dönhoff, ließ im Jahr 1695
den Neubau im Barockstil vollenden.
Hinter
dem Schloss liegt ein einst schöner Park mit 400 Jahre alten Eichen,
die zu Naturdenkmälern erklärt worden sind. In dem jetzt verwilderten
Park sind noch ein klassizistischer Gartenpavillon und eine neugotische
Kapelle vorhanden.
Der
letzte Besitzer war Heinrich Graf von Lehndorff, der der Widerstandsbewegung
gegen Hitler angehörte. Lehndorff wurde nach dem Scheitern des
Attentats am 20. Juli 1944 hingerichtet.
Bis 1990 gehörte Anwesen dem Staat und in dem Gebäude war die Verwaltung eines staatlichen Landwirtschaftsbetriebes und später eine Segelschule untergebracht. Danach welchselten die Besitzer. Sie versprachen das Schloß zu restaurieren. Seit 1998 gehört die Anlage der Firma T.I.G.A Marina GmbH. Diese hat eine neue, schöne Marina gebaut, das Schloss aber völlig vernachlässigt. Es befindet sich in einem sehr schlechten Zustand und kann nur von
außen besichtigt werden. Viele der Wirtschaftsgebäude sind
auch noch erhalten.