Mikołajki (Nikolaiken)
Entfernung
von Talty: ca. 4 km
Mikołajki, ein kleines Kirchdorf in Masuren wurde 1444 erstmals urkundlich als Nickelsdorf oder Sanct Niclas erwähnt. Dazu gab es noch die Orte Koniec und Koslau am anderen Ufer des Talter Gewässers. 1516 verband die 3 Ortsteile eine Holzbrücke und es nannte sich ab 1610 Nikolaiken. Die ehemaligen drei Siedlungskerne waren 1726 so weit zusammengewachsen, dass sie Friedrich Wilhelm I. zur Stadt erhob und sie nach dem Kirchenpatron Nikolaus, dem Schutzpatron der Fischer, benannte.
Die
Legende:
Es war einmal ein Fischerdorf mit dem hl. Nikolaus als Patron,
das nicht nur arm war,
sondern
auch noch einen mächtigen Widersacher hatte. Ein gewaltiger Fisch
zerstörte die Netze der Fischer, ließ ihre Beute wieder entschwimmen
und gar die Boote kentern. Erst als die Netze mit Eisen verstärkt
und ein heidnisches Opfer auf einer Insel des Sniardwy verrichtet worden
war, gelang es den Nikolaikern, den König des Wassers in einer
gemeinsamen Aktion zu fangen und an Land zu ziehen. Jener Stint (Król
Sielaw) mit einer Krone auf dem Haupt ließ sich mit menschlicher
Stimme vernehmen und bot den Fischern reichliche Beute, würden
sie ihn nur wieder ins Wasser lassen. Gewitzt gaben diese ihr Wort,
nutzten aber die unklug formulierte Bitte aus:
Nicht
die Freiheit bekam der Stint wieder, sondern wurde wie gewollt ins Wasser
gelassen - und an den Kai gekettet, damit er nie wieder Unheil anrichte
....Anfang des 20. Jh. wohnten in Mikolajki vor allem Fischer und Holzfäller.
Der bekrönte Fisch im Stadtwappen erinnert an die Legende von einem
riesigen Stinthengst, der die Fischer in Angst versetzte bis er gefangen
werden konnte und an den Pfeiler der Brücke gekettet wurde.
Nikolaiken lebte in der Vergangenheit, durch die Lage an den masurischen Seen, zur Hauptsache vom Fischfang. Die Maräne (ein Speisefisch) machte Nikolaiken weit über die Grenzen bekannt. Mikołajki
hat heute ca. 4000 Einwohner und ist ein bedeutendes Touristen- und Seglerzentrum.
Das Wahrzeichen der Stadt, der Stinthengst, befindet sich als Springbrunnen
auf dem kleinen Marktplatz im Zentrum der Stadt sowie während der
Maränen-Saison an einem Pfeiler der Straßenbrücke im See schwimmend.


Sehenswert
ist die evangelische Kirche, die 1852 nach einem Entwurf von K.F. Schinkel
erbaut wurde. Der Kirchturm stammt aus dem Jahr 1880.
Die charmante Atmosphäre der Kleinstadt wurde durch die Eröffnung
eines sehr großen Hotels getrübt. Von der Anlegestelle in
Mikolajki haben Sie die Möglichkeit, mit der “Weißen
Flotte” Fahrten auf den Seen zu unternehmen.

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Jüdischer Fiedhof
In Mikołajki gibt es noch einen historischen Friedhof aus dem Jahre 1881.
Die ersten Juden lebten Anfang des 19. Jahrhunderts in Mikołajki. Es waren ca. 10 jüdische Familien.
Im November 1938 wurden die hier noch lebenden Juden von den damaligen Nazionalsozialisten abtransportiert.
Im Mai 2006 wurde der mitlerweile vernachlässigte Friedhof wieder hergerichtet um die jetzige Bevölkerung an die damaligen jüdischen Bewohner zu erinnern.
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Luknajno (Luknainen)
5
km östlich von Mikołajki liegt der Jez. Luknajno (Luknainer-See),
der 1977 zum UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde. Hier
leben 175 Vogel- und 30 Säugetierarten, darunter etwa 1.300 Höckerschwäne,
vermutlich die größte Schwanenkolonie in Europa.
Von
3 Beobachtungstürmen hat man einen wunderschönen Ausblick
über den See, kann im Frühjahr die brütenden Schwäne und viele andere Wasservögel mit boßem Auge oder mit dem Fernglas beobachten.

it
Touristinformation
pl. Wolnosci 3
11-730 Mikolajki
Tel.: +48(0)87 421 68 50
e-mail: it.mikolajki@op.pl
web: www.mikolajki.pl